Frauenhaus Ostholstein

Das Frauenhaus OH bietet als anonymer Schutzort 15 Plätze für Frauen und Kinder. Es ist Tag und Nacht aufnahmebereit und es gibt keinen Aufnahmestop.

Die Mitarbeiterinnen bemühen sich, im Haus Strukturen für einen gewaltfreien, nicht-hierarchischen Raum zu schaffen, in dem Frauen und Kinder unterschiedlicher Nationalität, Kultur, Religion usw. ohne Diskriminierung miteinander leben können.

Das Haus ist im gesamten Parterrebereich barrierefrei ausgebaut; es ist eines von zwei Frauenhäusern in SH, in dem alle Gemeinschaftsräume und ein Bereich im Garten für Rollstuhlfahrerinnen zugänglich sind (Klingelsignalanlage für Gehörlose, Handläufe in der Küche für Seh-und Gehbehinderte, unterfahrbare Küchenherde, durch Außenrampe Zugang zu Terrasse und Garten, mit Rollstuhl befahrbares Badezimmer, Türverbreiterungen im gesamten Parterrebereich).

Die Bewohnerinnen erhalten nach Wunsch und Bedarf Begleitung zu AnwältInnen, ÄrztInnen, zu Gerichtsverhandlungen usw.. Die parteiliche Beratung gliedert sich in:

  1. Beratung der Bewohnerinnen
  2. telefonische Beratung
  3. externe Beratung
  4. nachgehende Beratung

Die Beratung orientiert sich an den Stärken der Frauen und macht Zusammenhänge zwischen individuellen Lebenssituationen und gesamtgesellschaftlichen Gewaltstrukturen deutlich.

Im Haus gibt es Unterstützung und Förderung für die Mädchen und Jungen (z.B. interkulturelles Lernen, individuelles Empowerment, gewaltfreie Kommunikation usw.).
Auf Landes-und Bundesebene ist das Frauenhaus mit anderen autonomen Frauenhausprojekten vernetzt. Ebenso erfolgt ein Austausch mit anderen Frauenprojekten wie Frauennotrufen und Frauenberatungsstellen. Die Mitarbeiterinnen vertreten das Frauenhaus in Gremien wie z.B. Migrationsforum OH, Eutiner Frauenrunde, Gleichstellungsbeirat Kreis OH, KIK-Netzwerk usw..

Innerhalb der Öffentlichkeits- und Präventionsarbeit bereiten Mitarbeiterinnen und Vorstandsfrauen Veranstaltungen und Aktionen zu unterschiedlichen Themen der Anti-Gewaltarbeit vor bzw. beteiligen sich an solchen.
2 Mitarbeiterinnen initiierten den Runden Tisch „Gewinn Gesundheit“, der die gesundheitliche Versorgung von Gewalt betroffenen Frauen u.a. durch Sensibilisierung von medizinischem Fachpersonal und Unterstützungsangeboten für die Frauen verbessern möchte.

Inhaltlich hat Gewalt gegen Frauen und Kinder/ Jugendliche neue Gesichter bekommen durch z.B. Cybermobbing und Stalking. Dadurch entsteht weiterer Präventionsbedarf dem wir durch Öffentlichkeitsarbeit begegnen wollen.

Wir werden den interkulturellen Dialog durch Veranstaltungen wie Lesungen, Ausstellungen oder Vorträgen weiterführen.

Notfallnummer  04363-1721